Ein Tag mit Bauer Toni auf dem Eierhof Renner

Draußen ist es noch dunkel und im Hühnerstall auf dem Eierhof Renner ist kein Mucks zu hören. Die Hühner sitzen Seite an Seite auf ihren Sitzstangen. So haben sie tief schlafend die Nacht verbracht.

Bereits vor dem Sonnenaufgang werden die Hühner geweckt. Noch etwas müde machen sie sich auf die Suche nach ihrem Frühstück. Im Futtertrog finden Sie leckeres Futter, das so ähnlich aussieht wie dein Müsli. Nur enthält es eben  Weizen, Mais, Soja und Austernmuscheln.

Ja du hast richtig gehört. Die Hühner fressen gemahlene Austernmuscheln. Genau solche, die du am Strand sammeln kannst. Die Muscheln enthalten viel Kalk und der ist wichtig für eine stabile Eierschale.  Zu ihrem Hühner-Frühstücksmüsli trinken die Hühner am liebsten frisches Wasser. Etwa ein Limoglas (0,2 l) Wasser trinkt jedes Huhn am Tag.

Während die meisten Hühner noch ihr Frühstück genießen, picken und scharren einige Hühner schon munter im eingestreuten Stroh. Nach und nach verschwindet ein Huhn nach dem anderen im Nest, um ein Ei zu legen. Denn beim Eierlegen möchte jedes Huhn gerne seine Ruhe haben und freut sich deshalb über das Legenest mit Vorhang.

Während die Hühner schon lange wach sind, sitzt Bauer Toni noch mit seiner Familie am Frühstückstisch. Die Kinder Johannes und Eva machen sich auf den Weg zur Schule. Und Bauer Toni macht sich auf den Weg zum Hühnerstall. Er kontrolliert, ob die Hühner genügend Futter und Wasser haben. Außerdem hält er Ausschau nach Eiern am Boden. Denn manchmal legt ein faules Huhn sein Ei lieber auf den Boden ins Stroh als ins Nest. Diese Eier sammelt er gleich ein. Huhn Gerda verfolgt ihn dabei neugierig auf Schritt und Tritt. Anschließend ist noch Zeit für einen kurzen Spaziergang mit dem Hund Tommy über den Hof.

Bis 10.00 Uhr vormittags haben alle Hühner ihr Ei gelegt. Jetzt haben Sie frei und dürfen raus in den Wintergarten und auf die grüne Wiese. Doch überall ist die Wiese nicht grün, denn die Hühner lieben es, in der Erde zuscharren und nach Würmern zu suchen. Darum wächst auf den Lieblingsplätzen der Hühner meistens kein Gras mehr. Besonders im Sommer buddeln sich die Hühner gerne eine bequeme Mulde und machen in der kühlen Erde ein kleines Päuschen. Oder sie nehmen ein Bad in der staubigen Erde.

Für Bauer Toni beginnt nun die Arbeit im Sortier- und Verpackungsraum. Die Eier kommen auf einem Förderband aus dem Stall. Sie werden von einer Maschine nach Gewicht sortiert.

Ein Computer mit einem speziellen Drucker druckt auf jedes Ei eine Nummer, damit jeder weiß, woher das Ei kommt.

Bauer Toni und seine Frau Ingrid verpacken mit zwei fleißigen Helferinnen die Eier von Hand in spezielle Eierschachteln aus Pappe. So gehen sie nicht so leicht kaputt. Nun kommt noch ein Aufkleber auf die Eierpackung. Darauf ist zu lesen, wie lange man das Ei essen kann, bevor es nicht mehr schmeckt.

Kurz vor dem Mittagessen werden die Eierschachteln in den Lieferwagen eingeladen und direkt an den REWE-Markt ausgeliefert. Dort räumt ein netter Mitarbeiter die Eier ins Regal, damit du sie kaufen kannst.

Am Nachmittag fährt Bauer Toni mit seinem Traktor raus aufs Feld. Heute bringt er mit dem Miststreuer den Mist aus dem Hühnerstall auf seinen Feldern aus. Danach pflügt er die Felder um. Dadurch erhält der Ackerboden viele Nährstoffe, die wichtig sind, damit gesunde und kräftige Mais- und Weizenpflanzen auf den Feldern wachsen. Am nächsten Tag wird Bauer Toni, falls das Wetter schön ist, mit dem Traktor und der Sämaschine Maiskörner in die Erde säen. So kann er auch im nächsten Jahr seine Hühner wieder mit Futter von den eigenen Feldern füttern. Dazu hat er auf seinem Hof große Silos, die aussehen wie riesige Blechdosen. Darin werden die Körner für das Hühnerfutter aufbewahrt. Bauer Toni mahlt die Körner jeden Tag frisch in seiner Mahl-und Mischanlage und mischt sie mit Soja- und Muschelschrot, damit die Hühner täglich frisches Hühnermüsli bekommen. Je mehr Mais und Soja er in das Futter mischt, umso gelber ist später der Dotter in deinem Frühstücksei.

In der Zwischenzeit ist es dunkel geworden. Nun ist es auch für die Hühner Zeit schlafen zu gehen. Sie sind ja den ganzen Tag frei im Stall und auf der Wiese umhergelaufen. Die meisten Hühner kehren alleine zurück in den Stall, sobald es dämmert. Trotzdem machen sich Bauer Toni und der Hofhund Tommy abends nochmal auf den Weg zum Hühnerstall. Die beiden schauen nach, ob wirklich alle Hühner den Weg in den Stall gefunden haben. Bauer Toni nimmt die Nachzügler auf den Arm und bringt Sie in den Stall. So sind sie nachts sicher vor dem Fuchs. Im Stall haben sie es schön warm, wenn sie sich Huhn an Huhn auf der Stange aneinander kuscheln.